Blick ins Atelier: Mia Moss, Berlin

Mia Moss ist Töpferin aus Leidenschaft. Mit Kreativität und Engagement bringt sie Menschen zusammen: Lass Dich inspirieren!

Die Frühlings-Bouquets von bloomon strotzen vor Farbe und Kreativität. Unsere aktuelle Kollektion ATELIER wurde von der Arbeit der Künstler inspiriert. In den kommenden sieben Wochen werfen wir einen Blick in ihre Ateliers. Berlin oder Belgien, Malerei oder Töpferei: Freu Dich auf Menschen, die Deine kreative Seite zum Schwingen bringen.

Das ist Mia.

Verspielt. Farbenfroh. Abenteuerlustig.

Ein luftiges Atelier in Berlin. Sonnenstrahlen berühren den Ton und spiegeln sich in blauer Glasur. Gesichter blicken von Vasen herab. An einer Töpferscheibe sitzt Mia Moss. Ihre verspielte Art drückt sich in all ihren Kreationen aus. Sie ist Töpferin und motiviert mit ihrer Leidenschaft Hobbykünstler, Gärtner und Unternehmer: Willkommen bei Moss Keramik!

Was bedeutet die Kunst des Schaffens für Dich?

Mensch zu sein. Zu den Wurzeln zurückzukehren. Töpferei gibt es schon seit rund 30.000 Jahren. Wir haben uns entwickelt, während wir getöpfert haben. Alle kreativen Arbeiten sind etwas Besonderes und Wesentliches für uns – durch sie fühlen wir uns geerdet.

„Schaffen gibt Kraft. Wenn Du Deine eigenen Dinge machst, kannst Du Deine eigene Kultur erschaffen. Du kannst die Dinge um Dich herum verändern.“ – Mia Moss, Moss Keramik

Wie kamst Du zur Keramik?

Ich kam erst so richtig zum Töpfern, als ich meinen Abschluss machte. Ich bin in den USA aufgewachsen und habe Kunsthandwerk mit dem Schwerpunkt Kunstschmieden studiert. Es gab da ein Töpferstudio von der Gemeinde, das hieß Midway Clay Project. Ich bin total darin abgetaucht und habe bald jede freie Minute dort verbracht! Mir hat der gemeinschaftliche Aspekt gefallen: Jung, Alt, Anfänger, Fortgeschrittene, alle haben zusammen gearbeitet und das Atelier miteinander geteilt.

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Nenn uns das Material, mit dem Du am liebsten arbeitest.

Ton natürlich! Ich liebe diese klebrige, rohe Ton-Konsistenz. Sie ist perfekt für ein frisches Projekt auf der Töpferscheibe. Ton bietet so viele Möglichkeiten. Und Techniken zum Ausprobieren.

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Beschreibe Deinen kreativen Prozess – hast Du ein Ritual?

Ich glaube, den Ton vorzubereiten ist an sich schon ein Ritual. Ich koche mir einen Kaffee, mache die Fenster auf und lasse frische Luft herein. Dann kann es losgehen. Bei der Arbeit läuft immer Musik oder ich höre mir einen Podcast an. Ich habe zwei verschiedene Rituale:

Wenn ich mich inspiriert fühle, setze ich mich an die Töpferscheibe und mache einfach irgendwas. Manchmal habe ich eine Idee, manchmal lasse ich mich vom Ton leiten. Experimentieren und Ausprobieren sind wahnsinnig wichtig.

An anderen Tagen fühle ich mich total uninspiriert (das geht jedem mal so). Dann stelle ich die Stücke her, die ich für mein Unternehmen brauche. Dabei muss ich nicht denken – ich kenne Gewichte, Designs und Größen. Das ist der Produktionsmodus.

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Wie findest Du Inspiration?

Ich setze mich ihr aus! Berlin hat großartige Galerien. Wirklich! Du läufst einfach die Straße entlang und entdeckst inspirierende Straßenkunst. Ich lese auch, um meine Kreativität anzuregen. Aktuell lese ich viel Science Fiction aus den Fünfziger- und Siebzigerjahren. Die Romane haben meine neueste Kollektion inspiriert, in der es um Retro-Futurismus geht.

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Ohne welches Werkzeug kannst Du nicht leben?

Ich habe aus den USA nur ein Töpferwerkzeug mitgebracht: eine Kunststoff-Drehschiene von Mudtools. Sie war ein Geschenk und ich verwende sie für absolut alles! Natürlich könnte ich auch ohne meine Töpferscheibe oder meinen Brennofen nicht arbeiten.

Was bewegt Dich dazu, Kunst zu machen?

Ich möchte, dass die Menschen erkennen, dass sie Dinge selbst machen können. Kreativ sein bedeutet Kraft. Selbst etwas herzustellen bedeutet Freiheit und Unabhängigkeit. Wenn Du Deine eigenen Dinge machst, kannst Du Deine eigene Kultur erschaffen. Du kannst die Dinge um Dich herum zum Guten verändern. Momentan arbeite ich an Stücken, die die Art und Weise des Gebrauchs beeinflussen. Ich hoffe, damit die tägliche Routine zu verändern – sie langsamer zu machen. Aufmerksamer. Angenehmer.

Zum Abschluss: Nenne einen Künstler, den wir kennen müssen.

Wenn Euch Töpferei gefällt, schaut Euch mal Maïa Beyrouti an. Sie macht wirklich inspirierende Sachen!

Fotos: Sabine Streckhardt #sabinestreckhardt

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