Gärtner-Porträt – Leo van Holstein

Wir stellen Dir unsere Gärtner vor

Blumen fallen nicht einfach so vom Himmel – sie werden mit viel Liebe und Sorgfalt gepflanzt, aufgezogen und geerntet. Aber wer sind die Menschen, die all die schönen Blumen für bloomon kultivieren? Wir stellen Dir unsere Partner-Gärtner vor und fragen nach, wie es den Gärtnereien während der Corona-Krise geht. Heute lernst Du Leo van Holstein kennen.

In der Gärtnerei Holstein Flowers werden seit 1946 Blumen angebaut. Leo van Holstein leitet den Familienbetrieb in dritter Generation; er kümmert sich um elf Hektar Land und rund 140 verschiedene Gerberasorten – die meisten davon aus eigener Zucht. Holstein Flowers ist eine der größten Gerbera-Gärtnereien der Welt. In den Top-Monaten April und Mai verlassen normalerweise bis zu eineinhalb Millionen Blumen die Felder. Pro Woche! Wie kommen Leo und seine Gerberas durch die Krise?
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Wie geht es Dir gerade?

„Geschäftlich hat uns das Virus natürlich reichlich Sand ins Getriebe gestreut. Wir waren mitten in der Produktion und mussten schnell Maßnahmen ergreifen, um das Wachstum der Blumen zu hemmen. Das war schwierig, denn durch das warme Frühlingswetter waren sie natürlich mitten in der Wachstumsphase. Wir mussten viele Blumen einfach wegwerfen. Ich stand daneben und hatte Tränen in den Augen.
Mittlerweile läuft es wieder besser. Geschäfte und Großhändler haben in Europa größtenteils wieder geöffnet, die Nachfrage nach Blumen steigt. Hoffen wir mal, dass es so weitergeht.

Gesundheitlich ist bei uns zum Glück alles in Ordnung, die ganze Belegschaft war und ist gesund. So soll es natürlich bleiben; deshalb haben wir in der Gärtnerei jede Menge Vorsichtsmaßnahmen getroffen.“
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Was hast Du getan, um die Krise zu überstehen?

„Das Schlimmste scheint überstanden zu sein – aber die Auswirkungen auf das Unternehmen und die Mitarbeiter sind selbstverständlich enorm. Wir versuchen, durch kürzere Arbeitszeiten einen Teil der Kosten zu senken. Wir wollen niemanden entlassen. Gerade in dieser schwierigen Zeit nicht. Und sobald wir wieder die normale Menge an Blumen ausliefern können, brauchen wir jede helfende Hand. Wir halten zusammen.“

Warum sind Blumen gerade jetzt wichtig?

„Sie bringen Menschen Freude und Zuversicht – gerade in schwierigen Zeiten wie der Corona-Krise. Zum Beispiel schickte ich jede Woche Blumen an die Firma, in der meine Tochter arbeitet; für die Büros und Besprechungsräume. Sie hat immer so viele positive Rückmeldungen dafür bekommen, Blumen verleihen einem Raum einfach eine tolle Atmosphäre.“

Erntest Du jetzt wieder?

„Ja. Zwar liefern wir derzeit weniger Blumen zu den Auktionen als sonst, aber wir können die Zeit recht gut für die Entwicklung neuer Gerbera-Züchtungen nutzen. Es dauert rund drei bis vier Jahre, bis eine neue Züchtung bereit für den Markt ist; die Entwicklung neuer toller Gerberas ist seit Langem unsere große Leidenschaft.“

Also ist Deine Lieblingsblume die Gerbera?

„Ja! Meine Familie hat sich bewusst dafür entschieden, Gerberas zu züchten. Sie sind untrennbar mit Freude und Glück verbunden. Wenn Du ein Kind bittest, eine Blume zu malen, sieht das Ergebnis aus wie eine Gerbera. Diese Blume ist so klassisch – und dabei so vielfältig! Neben den „normalen“ Sorten gibt es bei uns auch viele spezielle: Gerberas mit einer doppelten Reihe von Blütenblättern; Gerberas, die wie Dahlien aussehen; Gerberas mit spitzen Blättern und vieles mehr. Wir liefern diese besonderen Blumen auch für die bloomon-Bouquets und ich finde, sie passen dort sehr gut hinein. In den lockeren Arrangements darf jede einzelne Blume ihren ganzen Charakter entfalten.“
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Willst Du noch weitere Gärtner und ihre Blumen kennenlernen? In diesem Artikel erzählt uns Marco von seinen Fritillarias.

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