In diesem Jahr ist die Amaryllis der Star unserer festlichen Holiday-Kollektion. Natürlich entscheiden wir uns für die allerbesten Sorten und die bekommen wir von Erik Knoppert und Martijn van der Ende – zwei niederländischen Gärtnern, die diese Blume seit Jahren mit Liebe anbauen. Erik und Martijn erklären, was die Amaryllis für sie so besonders macht.

Erik Knoppert steht an der Spitze des Familienunternehmens Knoppert, das seit Generationen Amaryllis anbaut. Die Amaryllis von Erik ist ein unverzichtbarer Stiel in unserer Holiday-Kollektion.
Warum baust Du Amaryllis an?
„Zum einen, weil die Blüte einen gigantischen Aha-Effekt hat: Die Verwandlung von der Knospe zur riesigen Blüte ist wunderschön anzusehen. Außerdem war es eine strategische Entscheidung, denn mit dem Anbau von Amaryllis haben wir keine Konkurrenz aus den warmen südlichen Ländern. Die Amaryllis gedeiht bei niedrigen Temperaturen, so dass das niederländische Klima für den Anbau dieser Blume günstig und damit nachhaltiger ist, weil man das Gewächshaus nicht so stark beheizen muss.“

Was tust Du außerdem, um so nachhaltig wie möglich zu wirtschaften?
„Die Energie, die wir für den Anbau der Amaryllis benötigen, erzeugen wir selbst mit einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage. Es handelt sich um eine Anlage, die nicht nur Strom erzeugt, sondern auch die erzeugte Wärme zur Beheizung unserer Gewächshäuser nutzt. Auf diese Weise müssen das keine Kraftwerke für uns tun. Außerdem nutzen wir die Erdwärme, eine nachhaltige und CO2-freie Energiequelle. Und wir verwenden CO2 aus dem Rotterdamer Hafen, ein Nährstoff, den die Amaryllis während des Anbaus benötigt. All das macht uns CO2-neutral und darauf sind wir sehr stolz. Wir wollen uns weiterentwickeln und immer nachhaltiger werden.“

Kannst Du uns etwas über den Anbauprozess der Amaryllis erzählen und was sie so besonders macht?
„Wir züchten großblumige Amaryllis in einer Vielzahl von Farben wie Lachsrosa, Weiß, Rot mit weißen Streifen und noch einige andere. Nach jeder Ernte werden die besten Zwiebeln zur Vermehrung in das Labor gebracht. Dann werden sie in den Boden gepflanzt, und nach zwei bis fünf Ernten sind die Zwiebeln wieder bereit für die Vermehrung. Das Ergebnis sind kräftigere und schönere Blumen. Für mich ist zum Beispiel der Durchmesser der Blüte sehr wichtig: je größer, desto besser. Eine blühende Amaryllis kann einen Durchmesser von 15 bis 20 cm erreichen, also in etwa so wie ein großer Brokkoli. Die schönste ist die Amaryllis 'polaris', weil sie so herrlich weiß ist und die Blüte schön gerade am Stiel sitzt – sie schaut einen an, sobald sie aus der Knospe herausgewachsen ist.“
Was gefällt Dir an Deiner Arbeit am meisten?
„Mit Menschen zu arbeiten. Wenn Du den Leuten in ihrer Rolle genügend Raum gibst, können sie sich entfalten. Arbeitnehmer können oft viel mehr tun, als sie denken. Wir haben ein sehr nettes Team, das jeden Tag mit viel Leidenschaft arbeitet. Ich sage immer: In den Adern unserer Leute fließt kein Blut, sondern Amaryllis-Saft.“
Hast Du noch einen guten Pflegetipp für uns?
„Gib immer Blumennahrung ins Wasser. So bekommt die Blume zusätzliche Nährstoffe und das Bakterienwachstum am unteren Ende des Stiels verlangsamt sich, so dass Du Dich besonders lange an Deiner Amaryllis erfreuen kannst.“
Martijn van der Ende ist der stolze Besitzer der Gärtnerei van der Ende. Der Familienbetrieb baut seit 1990 Amaryllis an. Die Amaryllis aus unserem aktuellen Mono-Bouquet stammen alle von Martijn.
Welche Arten von Amaryllis baust Du an und was macht sie so besonders?
„Wir bauen viele verschiedene Sorten an: spinnenartige, groß- und kleinblütige und Amaryllis mit einer doppelten Reihe von Blütenblättern. Das Besondere an dieser Blume ist, dass der Stiel innerhalb von 6 bis 8 Wochen von 0 auf ca. 80 cm Höhe wächst. Mein Favorit ist die 'Tarantula' mit den spitzen Blütenblättern. Und natürlich die 'Isabella', benannt nach meiner Tochter. Zu Hause habe ich immer Amaryllis in der Vase stehen. Wir kreuzen auch neue Sorten und ich teste sie zu Hause, um zu sehen, wie sich die Blume entwickelt.“
Du züchtest die Amaryllis für unser Mono-Bouquet. Was macht diese Sorte mit vier Blüten so besonders?
„Sie ist die Hauptklasse der Amaryllis. Diese Blumen wachsen aus Zwiebeln, die wir seit langem für dieses Erntejahr vorbereitet haben. Jedes Jahr wählen wir die besten Zwiebeln aus, vermehren sie und sie bringen immer bessere Blüten hervor – ein Prozess, der zwei bis drei Jahre dauern kann. Bei jeder Ernte achte ich auf Details wie die Länge der Stiele und das Muster der Blütenblätter. Am liebsten sehe ich die Amaryllis bei den Leuten zu Hause, denn dann erst wird mir klar, wie schön das Produkt ist, das ich angebaut habe.“
Was macht an Deiner Arbeit am meisten Spaß?
„Die Kombination aus abwechslungsreicher Arbeit und Herausforderungen. Die Leute haben oft keine Ahnung, wie viel Zeit in die Züchtung der perfekten Amaryllis investiert wird. Es dauert mehr als ein Jahr, bis man eine gute Blüte hat, die man ernten kann – es braucht eine Menge Vorbereitung. Wir versuchen auch, immer nachhaltiger zu werden. Wir haben 500 Sonnenkollektoren auf unserem Dach und kaufen Restwärme von unseren Nachbarn, damit wir weniger heizen müssen. Außerdem verwenden wir ein Aquaflex, ein Wasserreservoir, 13 Meter tief in der Erde, das kaltes Wasser zur Kühlung pumpt. Außerdem verwenden wir ausschließlich biologische Pflanzenschutzmittel. Es bleibt eine schöne Herausforderung, sich in diesem Bereich weiterzuentwickeln.“
Was ist Dein ultimativer Pflegetipp?
„Eigentlich kann man nichts falsch machen. Nimm eine saubere Vase mit sauberem Wasser und die Blüte wird sich nach einigen Tagen entfalten. Fülle dann regelmäßig frisches Wasser hinein und schneide die Stiele wieder an. So wirst Du lange Freude daran haben."
